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Bedeutung von Randgruppenliteratur

Für die Öffentlichkeit ist die Randgruppenliteratur von hoher Bedeutung, da sie einen Einblick in eine den meisten unbekannte Welt gewährt.
Für die Integration von Randgruppen oder individuell ausgegrenzten Menschen ist es wichtig, ihnen zuzuhören, sie aus authentischen Texten kennen zu lernen und so fähig zu werden, mit ihnen zu reden und in einen wirklichen Dialog zu treten statt autoritär und unter Verletzung der Menschenwürde nur über sie zu reden und über ihre Köpfe weg von oben oder außen und undemokratisch zu entscheiden.
Es ist für die Öffentlichkeit auch wichtig, im Spiegel der Randgruppenliteratur das eigene Gewaltpotential wahrzunehmen, das zum Ausschluss einzelner Personen oder ganzer Menschengruppen  geführt hat.

Randgruppenliteratur erreicht selten die Aufmerksamkeit einer großen Öffentlichkeit.
Sie bleibt oft aufgrund der Intimität der Texte oder des mangelnden Interesses der Öffentlichkeit an Randgruppen und Randgruppenliteratur  unveröffentlicht oder erscheint als Eigendruck und  in kleineren Verlagen ( „graue Literatur“, „Alternativliteratur“), bisweilen allerdings auch in größeren Verlagen, z.B. Taschenbuchreihen zu auffälligen Biographien (autobiographische Erfahrungstexte zu Migrationsschicksalen, Gewalt gegen Mädchen und Frauen, Kampf gegen lebensbedrohende Krankheiten, Sucht etc.).
Die von Randgruppen selbst herausgegebenen Zeitungen  erreichen unterschiedliche Auflagen:
Gefangenenzeitungen liegen bei 300 bis 35oo Exemplaren (Ulmer Echo, Düsseldorf) oder sogar 5000 (Lichtblick Berlin) ;
Patienten- und Psychiatrieerfahrenen- Zeitungen  liegen meist unter 1000 Exemplaren;
Obdachlosenzeitungen bzw. Straßenmagazine dagegen mit 10 000 und mehr wesentlich höher.

Eine seit wenigen Jahren immer mehr genutzte Möglichkeit ist das Internet, in dem sich bestimmte Problemgruppen Foren für den Austausch über ihre Erfahrungen in ganz unterschiedlichen  Textsorten und in sehr unterschiedlichen Problembereichen  geschaffen haben. Mit dem Internet gibt es inzwischen auch gute Erfahrungen über den schriftlichen Austausch mit Ärzten („Interapie“), Seelsorgern oder Sozialpädagogen.

Kontextspalte

Literatur hinter Gittern

Deutschlandfunk Das Feature vom 14.08.2015

"Niemand kann es weiter bringen als zu sich selbst"
Zur Sendung ...

Schreiben in Haft

Deutschlandfunk Das Kulturgespräch am 14.08.2015

Beschäftigung? Resozialisierung? Kunst?
Zur Sendung ...

Preisverleihung Ingeborg - Drewitz - Literaturpreis für Gefangene

Zum neunten Mal wurde der Ingeborg - Drewitz - Literaturpreis für Gefangene vergeben.

Die Preisverleihung hat am 19. April 2015 stattgefunden.

Für die Verleihung des Ingeborg-Drewitz-Literaturpreises für Gefangene 2014/15
hat Peter Zingler die Schirmherrschaft übernommen.

Ort der Preisverleihung:

Kommende Dortmund
Brackeler Hellweg 144, 44309 Dortmund

Das Thema der diesjährigen Ausschreibung lautete:

Gemeinsam einsam
GemEinsam

Ausschreibung

Der Förderkreis

Wir fordern freien Internetzugang für Gefangene!

Gleiches Recht für alle!
Freier Zugang zum Internet
als Menschenrecht
auch im Knast!

Aufruf des AkS an alle bundesweit erscheinenden Gefangenenzeitungen und an seine Mitglieder drinnen und draußen, an Justizbehörden, Politik und die Medien.

Aufruf zur Unterstützung der Kampagne