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Peter Zingler

Schirmherr des Ingeborg-Dreswitz-Literaturpeises für Gefangene 2014/15

Lebenslauf

Die Familie Rodd ist 1943 im Rheinland ausgebombt und nach Chemnitz evakuiert worden. Dort wurde Peter unehelich geboren. Seine wiederverheiratete Großmutter adoptierte ihn mit ihren zweiten Mann namens  Zingler.  Peter wuchs in Köln und Bonn in einer wilden Zeit auf, in der in Deutschland Anarchie herrschte und der Kölner Erzbischof Frings von der Kanzel predigte, in Notzeiten seinen Diebstahl, Raub und Betrug erlaubt. Die Kölner nannten illegale Aneignungen also fortan „FRINGSEN“.  Und der kleine Peter stahl alles was ihm unter die Finger kam, und wurde dafür heftig gelobt. Aus dieser abenteuerlichen Freibeutergesinnung kam er nie mehr  raus. Er besuchte zwar die Realschule, dann das Gymnasium, das er aber bald abbrach und mit 15 ins Jugendgefängnis wechselte. Das Leben machte ihn zum  Ein- und Ausbrecher. Zingler lebte in Marokko, Spanien, Sizilien, Jamaika und in internationalen Gefängnissen. Nach der letzten Haftentlassung 1985 wurde er Journalist, Buch- Filmautor und Regisseur.
Bei Eichborn, Luchterhand, Rowohlt, Heyne und Lübbe erschienen 15 Romane und Erzählbände, außerdem 8 Anthologien als Herausgeber. Zuletzt erschienen: der Krimi „DUNKELZIFFER“ bei Heyne, DER VITAMINSTOSS bei RAZAMBA und „Rotlicht im Kopf“ beim B3 Verlag.
Für Zeit Magazin, SZ-Magazin, Stern, Spiegel, Penthouse, Playboy, Lui, Transatlantik, Frankfurter Rundschau u.a. schrieb er Essays, Reportagen und Kurzgeschichten.
Zingler erhielt den Ingeborg Drewitz Literaturpreis 1989 und wurde 2003 Krimi-Stadtschreiber von Flensburg
Außerdem verfasste er ab 1985 bis heute Drehbücher für nun fast 80 Kino und Fernsehfilme, darunter Reihen und Serien wie „Tatort“  „Schimanski“ oder „Ein Fall für zwei“. Zingler erhielt den Grimme Preis 1993 für den Tatort: „KINDERSPIEL“.
1996 gab es für den ZDF Fernsehfilm „TÖDLICHE WENDE“ den „Goldenen Löwen“ und den „Goldenen Gong“. Außerdem wurden seine Filme weitere drei Male für  Fernsehpreise nominiert.
Zingler war zweimal verheiratet, hat 6 Kinder und etliche Enkel. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
Für die Verleihung des Ingeborg-Drewitz-Literaturpreises für Gefangene  2014/15, den er vor 25 Jahren selbst erhalten hat, übernahm er nach einem produktiven Leben als Schriftsteller die Schirmherrschaft.
http://www.peter-zingler.com

Kontextspalte

Literatur hinter Gittern

Deutschlandfunk Das Feature vom 14.08.2015

"Niemand kann es weiter bringen als zu sich selbst"
Zur Sendung ...

Schreiben in Haft

Deutschlandfunk Das Kulturgespräch am 14.08.2015

Beschäftigung? Resozialisierung? Kunst?
Zur Sendung ...

Preisverleihung Ingeborg - Drewitz - Literaturpreis für Gefangene

Zum neunten Mal wurde der Ingeborg - Drewitz - Literaturpreis für Gefangene vergeben.

Die Preisverleihung hat am 19. April 2015 stattgefunden.

Für die Verleihung des Ingeborg-Drewitz-Literaturpreises für Gefangene 2014/15
hat Peter Zingler die Schirmherrschaft übernommen.

Ort der Preisverleihung:

Kommende Dortmund
Brackeler Hellweg 144, 44309 Dortmund

Das Thema der diesjährigen Ausschreibung lautete:

Gemeinsam einsam
GemEinsam

Ausschreibung

Der Förderkreis

Wir fordern freien Internetzugang für Gefangene!

Gleiches Recht für alle!
Freier Zugang zum Internet
als Menschenrecht
auch im Knast!

Aufruf des AkS an alle bundesweit erscheinenden Gefangenenzeitungen und an seine Mitglieder drinnen und draußen, an Justizbehörden, Politik und die Medien.

Aufruf zur Unterstützung der Kampagne